Vortrag: Waale, Wühre, Wässerwiesen

21502 Geesthacht

Waale, Wühre, Wässerwiesen

Wie kommt das Wasser dahin, wo man es braucht?      

Referentin: Dr. Angelika Halama, Geographin, Buxtehude

Menschen, die im Entwicklungsbereich der Gezeiten wohnen, müssen sich Gedanken darüber machen, wie man Wasser fernhält oder ableitet. Im südlichen Bereich der Alpen aber hat man sich schon früh darum bemüht, die niedrigen Niederschlagsmengen durch Wasser von Gletschern und Firnfeldern zu ergänzen, um damit Felder und Wiesen zu bewässern. So entstanden in Südtirol die Waale, im Wallis die Suonen. Im südlichen Schwarzwald sind die Bäche tief eingeschnitten und können daher kaum nutzbar gemacht werden. Hier wurden schon vor Jahrhunderten die Wühre angelegt, um in den Dörfern die Wasserkraft für Mühlen und Sägen, aber auch zum Bewässern zu nutzen. Dass das Bewässern der Wiesen die Erträge steigert, hatte man früh erkannt. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in Suderburg in der Lüneburger Heide wie auch in Siegburg im Siegerland Wiesenbauschulen, deren Absolventen auch außerhalb Deutschlands Wässerwiesen anlegten. Der Vortrag beschränkt sich auf Beispiele in Europa.

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Termine
  • Am 28.04.2020

    Um 19:30 Uhr

Preis

Kostenlos

Veranstaltungsort

GeesthachtMuseum!
Bergedorfer Straße 28
21502   Geesthacht

Kontakt

Heimatbund und Geschichtsverein - Ortsgruppe Geesthacht

Heuweg 61
21502 Geesthacht