Strategien dynastischen Handelns in der Vormoderne - Vortrag im Elbschifffahrtsmuseum

21481 Lauenburg/Elbe

Strategien dynastischen Handelns in der Vormoderne - Die Herzöge von Sachsen-Lauenburg (1296 - 1689)

Dr. Franziska Hormuth, Berlin
Die Dynastie war im ausgehenden Mittelalter und in der Frühen Neuzeit die zentrale Institution einer Herrschaft. Dynastisches Handeln ging vom Fürsten aus, wobei dessen
Ziele und Vorstellungen in einem konsensorientierten Aushandlungsprozess innerhalb der Familie umgesetzt wurden. Am Beispiel der Herzöge von Sachsen-Lauenburg wird über viele Generationen hinweg bis zum Aussterben der Dynastie im Mannesstamm der Wandel der facettenreichen Aktionsfelder einer fürstlichen Familie verdeutlicht. Die Herzöge von Sachsen-Lauenburg waren eine Dynastie aus der großen Gruppe kleiner Fürsten mit regionalen Betätigungsfeldern und regional verankertem Konnubium (Einheirat in andere Gesellschaftsschicht), was allerdings nicht deren Selbstverständnis als Dynastie mit Anrechten auf eine Kurwürde entsprach. Welche Optionen hatten also diese Fürsten für die Versorgung der Nachkommen, der Gestaltung von Erbregelungen oder auch die repräsentative Darstellung dynastischer Motive? Die Referentin hat im Fach Mittlere und Neuere Geschichte an der CAU Kiel promoviert. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind u. a. Dynastie und Adel in Spätmittelalter und Früher Neuzeit, repräsentative Hofkultur, digitales Sammlungsmanagement, Objektforschung und Hansegeschichte. Eine Kooperation mit der Stadt Lauenburg/Elbe. Anmeldung unter info@stiftung-herzogtum.de oder Tel. 04542 / 870 00 ist erforderlich.
 

Downloads
Termine
  • Am 24.05.2022

    Um 19:30 Uhr

Preis

Kostenlos

Veranstaltungsort

Obergeschoss Elbschifffahrtsmuseum
Elbstraße 59
21481   Lauenburg/Elbe

Kontakt

Stiftung Herzogtum Lauenburg

Hauptstraße 150
23879 Mölln