Am 25.10.2019

Fluchten und Opfer an der Grenze zum Kreis - Reihe "30 Jahre Grenzöffnung"

23909 Ratzeburg

Auf einer Strecke von 86 km trennte die innerdeutsche Demarkationslinie den Kreis Herzogtum Lauenburg von den benachbarten mecklenburgischen Landkreisen Grevesmühlen, Hagenow und Gadebusch. Die Grenzregimenter 6 in Schönberg und 8 in Grabow sicherten den hochgerüsteten Todesstreifen. Trotz Wachtürmen, Minen, Streckmetallzaun und Selbstschussanlagen kam es immer wieder zu Fluchtversuchen; teils erfolgreich, teils mit tödlichem Ausgang. Viele Fälle blieben im Dunkeln, vom BGS im Westen nicht bemerkt und im Osten von der Staatssicherheit streng geheim gehalten. Erst die Auswertung der Akten der früheren Stasi-Bezirksverwaltung Schwerin brachte Licht in dieses dunkle Kapitel. Die Referentin hat dazu 2014 die erste wissenschaftliche Abhandlung zu Fluchten und Opfern an der Grenze zwischen Ostsee und Elbe vorgelegt. Der Vortrag gibt eine Einführung in die Geschehnisse zwischen 1949 und 1989 an der Grenze von der Wakenitz bis zur Elbe und wird durch Urkunden, Orden und weitere Originaldokumente aus dem Bestand der früheren DDR-Grenztruppen anschaulich und fallbezogen ergänzt.

 

Die Busfahrt am folgenden Tag ist als Ergänzung gedacht.

 

 

 

 

http://www.stiftung-herzogtum.de

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Termine
  • Am 25.10.2019

    Um 19:30 Uhr

Preis

Kostenlos

Eintritt frei

Veranstaltungsort

Kreismuseum, Rokokosaal
Domhof 12
23909   Ratzeburg

Kontakt

Stiftung Herzogtum Lauenburg

Hauptstraße 150
23879 Mölln