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Vortrag "Martin Luther und die deutsche Sprachgeschichte"

21481 Lauenburg/Elbe

Martin Luther wollte keine neue Kirche gründen. Und dennoch geht die Teilung der Kirche auf ihn zurück. Luther wollte auch keine geeinte deutsche Sprache begründen. Und dennoch hat er einen großen Anteil an unserer einheitlichen deutschen Sprachkultur. Wie groß war Luthers Einfluss auf unsere Sprache? Die Antwort darauf gibt eine Zusammenfassung der sprachgeschichtlichen Forschung der letzten zwei Generationen zu diesem Thema. Luther war eingebunden in die kursächsische Schreibtradition Wittenbergs. Die hohe Autorität und weite Verbreitung von Luthers Bibelübersetzung, geprägt durch seine neue Übersetzungsmaxime und Sprachmächtigkeit, wird als wichtiger Steuerungsfaktor in der jüngeren Sprachgeschichte gewertet. Hinter Luthers Sprachform der Mitte Deutschlands, seiner guten und sprachmächtigen Übersetzung stand die Autorität des Wortes Gottes – in deutscher Sprache. In der Geschichte des Neuhochdeutschen spielte Luthers Sprache eine wichtige Rolle. Neuhochdeutsch sprechen heute katholische und evangelische Christen gleichermaßen.

Prof. Reichstein ist Tutor für Archäologie und Geschichte Lauenburgs an der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Eine Kooperation mit der Stadt Lauenburg.

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Kostenlos

Veranstaltungsort

Elbschifffahrtsmuseum
Elbstraße 59
21481 Lauenburg/Elbe

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Stiftung Herzogtum Lauenburg

Hauptstraße 150
23879 Mölln