Ertheneburg

21481 Schnakenbek

Der Handelsweg Alte Salzstraße war lange Zeit von enormer Wichtigkeit für den Handel, verband er doch die beiden Hansestädte Lübeck und Lüneburg. Am Elbübergang bei Schnakenbek, gegenüber von Artlenburg, stand die Befestigungsanlage Ertheneburg. Die Burg wurde 1106 erstmals erwähnt und befand sich lange im Besitz der Adelsgeschlechter Welfen und Askanier. Heinrich der Löwe hielt sich mehrmals auf der Erthenburg auf und machte die Burg zum Ort wichtiger politischer Entscheidungen. So erließ er 1163 auf einem Landtag in der Erthenburg das Artlenburger Privileg, der Bischof Udo von Halberstadt wurde hier von dem Welfenherzog gefangen gehalten und 1181 wurde die Burg von Heinrich selbst in Brand gesteckt als dieser sich auf der Flucht vor Kaiser Friedrich Barbarossa befand. Danach wurde die Burg von Bernhard von Sachsen abgetragen und das Baumaterial zur Errichtung von Lauenburg verwendet. 

 

Aus den Resten der Burg, die heute noch sichtbar sind, ist deren ursprüngliche Form nicht mehr zu erkennen. Der alte Walldurchgang und der bogenförmige Ringwall lassen die ehemalige Größe der Burg jedoch erahnen. Idyllisch eingewachsen im norddeutschen Mischwald wird die Reise ins Mittelalter zum Naturerlebnis.

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Ertheneburg

Im Waldgebiet links der Alten Salzstraße
21481 Schnakenbek